Archiv │ Einzelne Veranstaltungen

Galerie-Lesung | 5. Mai 2022 | Nina Deissler

In ihrem Buch mit dem flotten Titel „Arsch hoch, Baby“ beschreibt Nina Deißler, wie es gelingt, im 21. Jahrhundert eine selbstbestimmte, emanzipierte Frau zu sein – stark, unabhängig und dabei weiblich und vor allem glücklich. Denn oft verhindern Alltag, Erziehung, Perfektionswahn und Stress, dass Frauen ihre Freiheit nutzen und das Leben führen, das sie sich wünschen.

Ausgebildet in Marketing, NLP und Hypnose, hat Nina Deißler rund 25 Jahre Coaching-Erfahrung hinter sich und schrieb bereits mehrere Bücher (mit mehr als 150 000 Lesern!) über Themen zum Zwischenmenschlichen. Über´s Flirten, Verlieben, Daten und über äußere Aspekte der Lebensführung. Aber auch ans Innere geht sie – mit ihrem Buch „Nie wieder schüchtern“ (erschienen 2019).

Zuletzt schrieb sie ihren Aufrüttler-Titel „Arsch hoch, Baby“, der aufräumt mit Ausreden und Aufschieberitis, erschienen im Humboldt-Verlag.

Der ultimative Motivationsschub! Für weniger Selbstzweifel und mehr Lebenslust!


Vortrag | 29. April 2022 | Künstlerin I. Blankenstein

Die Bildhauerin Ingeborg Blankenstein (1923-1983) verbrachte ihr gesamtes Leben in Itzehoe. Nach einem kurzen Bildhauerei-Studium in Hamburg arbeitete sie unermüdlich in ihrer Werkstatt, trat nach dem Krieg dem Steinburger Künstlerbund bei, lebte später sehr zurückgezogen.

Ihr Nachlass sowie ihr Werkzeug befinden sich im Itzehoer Kreismuseum Prinzeßhof. Dort fand ihn die Itzehoer Kunsthistorikerin Bettina Winkler-Marxen: viele Portraitköpfe, in Gips gegossen, von bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten der Region, aber auch einen lebensgroßen Jungenakt. In vielen Gesprächen sammelte sie Erinnerungen an eine Künstlerin, die inzwischen völlig in Vergessen geraten ist. Sie erfuhr von einem schüchternen Mädchen, von der melancholischen Mutter, die letztlich der Grund war, warum ihre Tochter nicht in die große weite Welt hinauszog.


Druck-Workshop | 24. April 2022 | Wübke Rohlfs-Grigull

Fünf Stunden sind die Teilnehmer:innen im Farbrausch gewesen. Mit vielen verschiedenen Acrylfarben, Walzen und einer wunderbar weichen Gelatineplatte als Druckunterlage. Entstanden sind völlig unterschiedliche Bilder, versehen mit der eigenen Handschrift wie Farbauswahl, Motivkraft und Kompositionsvermögen.


Galerie-Lesung | 23. April 2022 | Greta Silver

Was für ein Abend! Greta Silver, Deutschlands wohl bekannteste Botschafterin für Lebensfreude und Selbstliebe im Alter kam am 23. April in die Galerie 11, wo zu dem Zeitpunkt die Künstlerinnen-Ausstellung mit Wübke Rohlfs-Grigull (Bilder) und Uschi Koch (Plastiken) lief.

Unter dem Motto „Schönheit kennt kein Alter“ lebt Greta Silver vor, wie man unbeschwert durchs Leben gehen kann – in jedem Alter. Ihr neues Buch „Bring doch selbst zum Leuchten!“ zeigt Frauen, was sie ganz konkret tun können, um sich selbst zum Leuchten zu bringen. Greta teilt Ernährungstipps und eigene Rezepte, die den Körper entlasten und mit Energie füllen, gibt Ratschläge zum Thema Pflege und erklärt, wie man seine inneren Ressourcen auftankt, neue Kraft gewinnt und für sich Schönheit im Alter praktisch und mental neu definieren kann. Ein vielseitiger, praktischer Ratgeber mit Reflexionsseiten, Rezepten und Tipps von Greta und Platz für eigene Notizen.

Greta Silver wurde 1948 geboren – drei Jahre nach Kriegsende, zwei Jahre bevor das Wirtschaftswunder in eine Zeit von Fülle und Möglichkeiten führte. Mit diesem daraus gewonnenen Vertrauen ins Leben und die Erwartung, dass es immer noch besser wird, startete sie mit über 60 Jahren einen eigenen Youtube-Kanal und ist inzwischen nicht nur Bestseller-Autorin, sondern auch Podcasterin.


Galerie-Lesung | 9. April 2022 | Simone Wiechern

Simone Wiecherns Wurzeln liegen in Itzehoe. Daher haben wir diese mutige Weltenbummlerin zu einer Lesung eingeladen, die uns mitnimmt in die Welt der Beduinen. Ein Abenteuer, das beginnt wie ein Märchen. Mit einem One-Way-Ticket im Sinai gelandet, kauft sie sich ersmal ein Kamel, um Touristen Wüsten-Touren anzubieten. Dann verliebt sie sich in die Augen von Samir, heiratet den Beduinen und bekommt mit ihm drei Kinder.

Eine wunderbar detaillierte, liebevolle Beschreibung dieser fremden Kultur.

Inzwischen ist das zweite Buch von Simone Wiechern fertigt! Wir sind gespannt!

Ergänzend zur Lesung zeigte Simone Wiechern selbstgemalte Reisemotive auf Leinwand..


Vortrag | Wolf Eismann | 1. April 2022 | Vergessene Künstlerinnen

Monet und Manet sind bekannt. Aber Morisot, Cassatt oder Gonzalès? Sie gehörten ebenso zum engen Kreis der Impressionisten, aber sie wurden vergessen. Weil sie Frauen waren?

In seinem Bilder-Vortrag erzählte Wolf Eismann, Kultur- und Bürgerhaus Marne, von großen und großartigen Künstlerinnen quer durch die Kunstgeschichte. Künstlerinnen, die immer im Schatten ihrer männlichen Kolegen standen (wie Rosa Loy, s. Foto, die Frau von Neo Rauch).

Meret Oppenheims „Frühstück im Pelz“ avancierte zum meistzitierten Kunstwerk des Surrealismus´, aber im Bund der Surrealisten war für Künstlerinnen kein Platz vorgesehen.

Lee Krasner gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen des abstrakten Expressionismus´ der ersten Generation in den USA. Doch sie kümmerte sich schließlich nur noch im ihren berühmten Mann Jackson Pollock, der seinen Ruhm nicht verarbeiten konnte und sich immer häufiger hemmungslos betrank.

Erschüttert waren die Zuhörer:innen über die Information, wonach das erste abstrakte Bild nicht von Wassily Kandinsky, sondern von Hilma af Klint (1862-1944) gemalt wurde!


Lesung │Manfred Schlüter │14. Dezember 2019

Der Künstler, Illustrator und Schriftsteller Manfred Schlüter aus Hillgroven, Dithmarschen, ist ein Mann der leisen Töne – mit feinem Humor und liebeswerten Geschichten. Er las unter anderem aus seinem neuen Buch „NA DU? – Dreiunddreißig winzige Geschichten zum laut und leise Lesen, zum Nach- und Weiterdenken, zum Innehalten“, erschienen im Verlag Bibliothek der Provinz. Und ’n büschn was Weihnachtliches war auch dabei.

Das Autoren-Honorar spendierten die KulturElfen der Galerie 11. Wir danken herzlich!


Modellierworkshop │ Bettina Winkler-Marxen │11. August 2019 │

Die Teilnehmerinnen haben ganz eigene Formen entwickelt, die für sie Ruhe ausstrahlen und sich als Blickfang für kontemplative Momente eignen. 

Seit vielen Jahren freue ich mich daran, kreative Menschen beim Modellieren in Ton zu begleiten (an der Volkshochschule in Münsterdorf).


Lesung │ Tomer Gardi │ 15. Juni 2019

Tomer Gardi wohnte und arbeitete 2019 für drei Monate als Stipendiat der Berliner Alfred-Döblin-Stiftung im Günter Grass-Haus in Wewelsfleth und schrieb dort an seinem vierten Roman.

In der Galerie 11 las er aus „Broken German“ und „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“.

Sein Bestseller „Broken German“ von 2016 (Literaturverlag Droschl) wäre ein ganz normaler, übermütiger und ungenierter Großstadtroman, wäre da nicht seine Sprache, die dem offensichtlichen Migranten gehört. Ein anspielungsreiches, anspruchsvolles und vergnügliches Plädoyer für die Sprachenvielfalt.

2019 erschien im Literaturverlag Droschl die moderne Scheherezade-Geschichte „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“. Darin schlägt ein Schriftsteller dem Zuständigen beim Arbeitsamt einen Deal vor: Geschichte gegen Stempel. Es beginnt das Erzählen ums Überleben.

Gardi fasziniert dabei in jedem seiner Romane mit seiner Verspieltheit und stilistischem Eigensinn. Mit großer Leichtigkeit wechseln die verschiedenen Erzähler*innen zwischen märchenhaftem Ton und Umgangssprache.

Geboren 1974 in Galiläa, studierte er Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. 2016 erschien sein Debutroman „Broken German“, der als Hörspiel 2017 den Deutschen Hörspielpreis der ARD erhielt.


„Köpfe“ – Malworkshop │ Petra Bergerhoff │ 2. Juni 2019

Jede der sechs Teilnehmerinnen konnte nach vier Stunden drei Bildplatten mitnehmen. Alle waren zufrieden und glücklich. Auch die Malerin Petra Bergerhoff selbst.


Lesung │ Liz Elscott │ 23. Mai 2019

Am 23. Mai las Liz Elscott in der Galerie 11 aus ihrem Roman „Ursächlich“. Dieses Erstlingswerk spielt hauptsächlich im Norden Spaniens, wo sich vier Frauen für ein paar Tage in den Bergen wiedertreffen. Sie wollen vor allem ausspannen mit schönen Wanderungen, guten Gesprächen und leckerem Essen. Doch eine von den Frauen ist psychisch labil und kommt ins Straucheln. „Es geht auch um eine innere Reise.“, verrät die Autorin.

Angefangen hat Liz Elscott mit SMS-Gedichten. „Damals konnten Handy-Texte nur 160 Zeichen beinhalten.“, erzählt sie. Es war eine Herausforderung, etwas Verständliches mit so wenig Buchstaben zu schreiben. Während die Technik immer benutzerfreundlicher wurde, änderten sich ihre Texte: Längere Gedichte und Flash Fiction, geschrieben nicht nur mit dem Handy. 2003 begann sie mit ihrem ersten Roman. „Ich schrieb sporadisch, Tage und Nächte lang war ich eingetaucht, dann musste ich mich wieder vom Text distanzieren.“ Mal schrieb sie auf Englisch, mal auf Deutsch, und am Ende kam die schwere Entscheidung, in welcher Sprache der Roman erscheinen sollte.

So dauerte es 15 lange Jahre bis “Ursächlich” nun gedruckt ist.

Geboren 1964 in Schottland, ging Liz Elscott direkt nach der Schule nach Spanien. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hannover folgten rund 20 Jahre in der internationalen IT in Hamburg. Seit einigen Jahren lebt sie zurückgezogen in Oelixdorf bei Itzehoe mit ihrer Freundin und zwei Katzen. Hier hat sie ihren ersten Roman “Ursächlich” fertiggestellt.

Alle Autoren fangen mit dem ersten Buch an. Wir haben uns gefreut, auf diese Weise Liz Elscott die Möglichkeit zu geben, ihr Buch der Öffentlichkeit vorzustellen. Auch das ist Kulturarbeit!